- eine neue Epoche dieser Baukunst bricht an?
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Als Berlin in Trümmern lag, die „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ am Breitscheidplatz noch „der hohle Zahn“ hieß, weil nur noch Turmreste und ein luftiger Gewölbeteil übrig geblieben war, lange bevor daneben das neue Kirchengebäude, im Volksmund „Eiermanns Seelensilo“ genannt, errichtet wurde, da kungelte bereits ein Adenauer mit den Alliierten wegen eines neuen Feldzuges gegen die „Soffjet-Union“, um die Schande der deutschen Kapitulation zu rächen, den nach Westdeutschland geflüchteten Profiteuren der Nazi-Epoche ihre Latifundien, die inzwischen als „volkseigene Betriebe“ oder „LPG“ firmierten, samt ihren Herrensitzen zurückzugeben. Gleichzeitig wären damit die Ostgebiete durch „Remigration“ der lästigen Berufsvertriebenen wieder heim in die Republik gelangt. Das besonders Charmante an dieser Vorstellung war für Konrad Adenauer die Tatsache, dass die „Flüchtlinge“, wie die Vertriebenen im Volksmund genannt wurden als CDU/CSU-Stimmvieh nicht verloren gehen würden, sondern aus inniger Dankbarkeit lebenslang die Union in einem Deutschland in den Grenzen von 1937 wählen würden. Diese Rechnung ging damals nicht auf, was aber die CDU/CSU mangels kognitiver Intelligenz nicht störte, denselben Fehler noch einmal zu begehen und so die Aussiedler aus der UdSSR zu hegen und zu pflegen – ja bis der lukrative Ukrainekrieg ausbrach und durch die staatlich vorgeschriebene Russenhetze, die undankbaren Aussiedler wegen ihrer Anfeindungen aus dem deutschen Volkskörper zur AfD überliefen.
In diesem Abriss wird deutlich, dass Kriegstüchtigkeit nie aus der deutschen Leidkultur verschwunden ist. Der Feind war derselbe 1945 wie 2022, die Sprachregelungen waren dagegen etwas angepasst worden, bis hin zur sozialdemokratischen Verniedlichung vom „Bürger in Uniform“. Ein Absurdum Sondershausen, denn Briefträger, Polizisten, Feuerwehrleute, Sargträger, Bahnbeamte tragen ihre Uniform seit über 100 Jahren ohne einen militärischen Dienstrang, wie unter Soldaten üblich, zu besitzen. Doch schauen wir zurück in den Monat April 1945 im zerbröselnden Berlin.
Die Endzeit der „Schlacht um Berlin“ hatte unter der deutschen Bevölkerung ein eigenartiges Lebensgefühl entwickelt. Das Motto lautete: „Genießt den Krieg, der Frieden wird fürchterlich.“ Dazu passt auch die Erzählung, die plötzlich nach der Jahrtausendwende zu der Tatsache auftauchte, dass im letzten Konzert der Berliner Philharmoniker ein Potpourri aus „Götterdämmerung gegeben wurde. Angeblich hätten HJ-Angehörige körbeweise Kapseln mit Kaliumcyanid den Kulturbeflissenen angeboten, damit sie es der Wagnerschen Todessehnsucht gleichtun könnten. Die Erzählung erscheint stimmig, denn die Musik von Richard Wagner, der einfach nur 100 Jahre zu früh geboren wurde, führt in direkter Linie zu den Schlachtfeldern von Verdun. In diesem wabernden Gebräu aus Menschenverachtung, Minderheitenhass und dumpfen Heilswahn, wie es so gern Rolf Syberberg filmisch darstellte, konnte eine Generation entstehen, die den ideologischen Nährboden für eine technokratisch-ökonomische Selektionsideologie bereitete. Die gegenwärtigen Halluzinationen vom allgegenwärtigen Russen, der an den Grenzen der BRD bereits heimlich Wühlarbeiten ausführt, lassen sich auf diese kontinuierliche deutsche Charaktereigenschaft zurückführen. Selbstverständlich gab es zum Kriegsende Selbstmordserien, doch wer einmal mit Kaliumcyanid gearbeitet hat, der weiß, wie sorgfältig eine Lösung durch eine Glasampulle geschützt werden muss und gleichzeitig das Glas dünnwandig genug zu gestaltet sein, um mit den Zähnen zerbissen werden zu können. Es kann also keine Rede davon sein, dass die Kapseln in Grabbelkörben am Ausgang der Konzerthalle angeboten wurden. Die Quellenlage dazu ist auch sehr unsicher. Man kann sicher sein, dass so ein Angebot ein Fressen für die Illustrierten der Fünfziger Jahre gewesen wären. Aber diese Erzählung tauchte erstmals seit der Jahrtausendwende auf. Hildegard Knef, die in ihrer Biografie ausführlich die letzten Tage der „Schlacht in Berlin“ beschrieb, ging mit keiner Silbe auf dieses ominöse Konzert am 12. April, selbst das Datum ist unsicher, ein. Die alte Philharmonie war bereits im Januar 1944 durch Bomben zerstört worden. Ebenso der in den Quellen erwähnte „Beethovensaal“. Der einzig nutzbare Raum für das Konzert war der separat stehende „Meistersaal“. Es ist lästig solche Mythen zu zerlegen, weil es den Anschein erweckt hier scheide jemand auf der WC-Brille sitzend beständig Korinthen aus. Der Meistersaal umfasste übrigens nicht so viele Plätze für die Zuhörer. Die Einwohner Berlins hatten zu dieser Zeit ganz sicher andere Sorgen als ausgerechnet Wagner zu hören. Es wird also wohl nur die sattsam bekannte bildungsbürgerliche Schicht gewesen sein, die selbstverständlich samt und sonders überzeugte Nazis waren, welche sich den Kunstgenuss leisteten. Für Selbstmorde gab es jede Menge anderer Gelegenheiten. Am beliebtesten war das Leuchtgas, welches aus der städtischen Gasanstalt kam und einen hohen Gehalt an Kohlenstoffmonoxid enthielt. Doch dazu später. Verweilen wir noch ein wenig bei dem Kaliumcyanid, denn dazu gibt es eine amüsante Geschichte. Lassen wir dazu die Berlinerin Margarete E. erzählen: „Eine meiner Freundinnen aus der Schulzeit war Käthe B. Ihre Mutter arbeitete im selben Betrieb wie meine Mutter. Käthe wohnte in Potsdam.“ Dazu ist anzumerken, dass Potsdam mit der Glienicker Brücke direkt an Berlin grenzt. Durch eine Express S-Bahnverbindung, man nannte die Züge auch „Bankierszüge“ benötigten die Potsdamer nur eine halbe Stunde um im Zentrum Berlins anzukommen. „Die Käthe war ein sehr direktes Mädchen. Meine Mutter hatte ihr ein Geschenk zu ihrem Geburtstag zukommen lassen. Als Käthes Mutter bei dem nächsten Treffen mit uns ihre Tochter ermahnte, sich doch bitte für das Geschenk zu bedanken, antwortete sie entwaffenend: 'Wozu denn? Es ist doch gleich kaputt gegangen.' In der Familie B. machte sich mit dem Nahen der sowjetischen Armee eine gelinde Panik breit.“ Nicht nur Demmin mit seinen Massenselbstmorden war durch die Gräuelpropaganda, die sich nur in Nuancen von der heutigen staatlich genehmigten Berichterstattung unterscheidet gepackt. Kein Wunder, denn die BRD-Staatslüge von: 'Wir haben nichts gewusst, nichts gesehen und nichts gehört und der Führer war auch nicht über alle Schweinereien informiert', hatte damals schon kürzere Beine als ein beidseitig Beinamputierter nach einem Granatentreffer. Herr B. organisierte also den Selbstmord, den die Eltern gemeinsam verüben wollten. Warum die Käthe ausgespart werden sollte, bleibt ein Geheimnis. Entweder waren sie des munteren Blags überdrüssig oder meinten ihre Käthe würde auch den notgeilsten Sowjetsoldaten in die Flucht schlagen, wir wissen es nicht. Vielleicht gibt das Ende der Erzählung Aufschluss. Frau E. fährt fort: „Also hat der Vater von Käthe zwei Särge beschafft. Einen größeren für sich, einen kleineren für Käthes Mutter. Dann haben sie sich umgebracht. Bei Herrn B. ereignete sich ein Wunder. Das Gift wirkte bei ihm nicht so stark. Er wachte wieder auf. Seine Frau dagegen blieb tot. Das war schon eine traurige Angelegenheit. Doch in seiner Trauer fand er eine Trösterin, die ihm über den schweren Verlust hinweg half. Die Wohnung war bei dem Bombenangrif im April 1945 zu einem Teil zerstört worden. Das Schlafzimmer mit dem Ehebett war benutzbar und in den Flur konnte es nicht hineinregnen. Dort stand der noch unbenutzte Sarg. Der Vater schlief mit seiner Trösterin im Ehebett. Da musste ich Käthe doch gleich fragen: 'Und wo hast du geschlafen?' Verwundert antwortete sie mir: 'Na wo wohl? Im Sarg natürlich!' Da musste ich erst mal Luft holen.“
So ungewöhnlich dieser halbe Doppelselbstmord auch erscheinen mag, so häufig waren Selbstentleibungen erfolgreich. Allerdings in Städten mit einer Gasversorgung. In der DDR drehten 20% der Lebensmüden den Gashahn auf. Die Eltern des Obergefreiten Beckmann mit der Gasmaskenbrille, der Held des Dramas „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert erfuhr von der Nachmieterin, einer gewissen Frau Kramer folgendes, als Beckmann an der elterlichen Wohnung klingelt und sich nach seinen Eltern erkundigt: „Die
Juden konnte Ihr Alter nicht verknusen. Die regten seine Galle
an. Er wollte sie eigenhändig nach Palästina jagen, hat er
immer gedonnert. Im Luftschutzkeller, wissen Sie, immer wenn
eine Bombe runterging, hat er einen Fluch auf die Juden
losgelassen. War ein bißchen sehr aktiv, Ihr alter Herr. Hat
sich reichlich verausgabt bei den Nazis... An die Luft gesetzt
haben sie Ihren Papa, ohne Pension, versteht sich. Und dann
sollten sie aus der Wohnung raus. Nur den Kochtopf durften sie
behalten. Das war natürlich trübe. Und das hat den beiden
Alten den Rest gegeben. Da konnten sie wohl nicht mehr. Na, da
haben sie sich dann selbst endgültig entnazifiziert. Das war
nun wieder konsequent von Ihrem Alten.“Das muss man ihm
lassen.“ Beckmann: „Was haben Sie? Sich selbst -“ Frau Kramer: „Entnazifiziert. Das sagen wir so, wissen Sie. Das ist ein Privatausdruck von uns. Ja , die alten Herrschaften von Ihnen hatten nicht mehr die rechte Lust. Einen Morgen lagen sie steif und blau in der Küche. So was Dummes, sagt mein Alter, von dem Gas hätten wir einen ganzen Monat kochen können.“
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Auch dem desinformiertesten kriegsunwilligen Bundesbürger müsste einleuchten, dass die unermüdlichen Bemühungen des Sozi-Kriegsministers nicht für die Katz' sind. Die Poesie und Kunst im Alltag praktischer Kriegstüchtigkeit eröffnet völlig neue künstlerische Räume, ja Schutzräume einer besonderen Lebenssituation, die es in einem gewöhnlichen Sozialstaat mit guter Bildung nie geben würde. Es sei nur kurz an Ernst Jüngers Der Kampf als inneres Erlebnis erinnert. Deshalb sollte man die derzeitige Bundesregierung nicht verurteilen, versucht sie doch gerade der jungen Generation eine neue Zukunft aufzuzeigen eigenständig „innere Erlebnisse“ zu empfinden.Wie aus gut informierten Kreisen der Meinesforschungsinstitute zu erfahren war, scheint sich bei den jungen Erwachsenen ein Trend zum Militärdienst gelegentlich zu verstärken. Der Verteidigunsminister soll ausdrücklich das sich verbreitende Lebensmotto: "Weniger Bildung, bei mehr Ausbildung in der Angriffsverteidigung - erhobene Faust gegen fruchtlose akademische Gesellschaftstheorien", als Zeichen patriotischer Hoffnung gelobt haben. |
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| Die ganz
Alten erinnern sich noch, als die sehr junge BRD und die DDR noch
reichlich mit Ruinen gesegnet waren, als den Eltern bei dem
Probealarm der Luftschutzsirenen, Tränen aus den Augen quollen.
Besonders in Städten wie Hamburg, Dresden, Darmstadt und anderen,
wo das Vorhandensein an Luftschutzbunkern und -kellern
unzureichend war. Wir Kinder spielten verbotenerweise in den
Ruinen, krochen in alten Munitionsbunkern herum, sammelten die
Munition der Amerikaner, die Westberlin weiterhin als
Kriegsübungsplatz für Vietnam nutzten. So abgebrüht wir auch nach
außen schienen, uns war bewusst, was im Kriegsfall mit uns
geschehen würde. Denn die Folgen des Krieges, damals noch ohne
Atombombenabwürfe, konnten wir in Ruhe studieren.
Für drei Prozent der Bevölkerung gab es im Kriegsfall Luftschutzräume mit einem minimalen Schutz, abgesehen von den Bunkern im Ahrtal, bei Kall (Eifel) und in Satzvey im Schulzentrum. Letzterer unterlag extremer Geheimhaltung. Es wäre schwer gewesen der Öffentlichkeit zu erklären, dass die Kinder im Kriegsfalle den Bunker nicht betreten dürften, weil er für die das Spitzenmanagement der Landesbank vorgesehen war. Man genierte sich auch ein entsprechendes Schild an der unauffälligen Eisentür im Keller des Schulgebäudes zu montieren. Dahinter begann erst der „geschützte Bereich. Dabei gab es doch Vorlagen, wie an jedem Lebensmittelgeschäft. Statt Hunden auf dem Plastikschild ein paar Kinder mit dem Text: „Wir müssen leider draußen bleiben.“
Bis
auf den Ahrtalbunker wurden diese Stätten zur Konservierung der
BRD-Elite geheim gehalten. Hören wir einmal die „schlagende“
Begründung zu dieser staatlichen Vorsorge. Der altgediente
SPD-Genosse, Berufsostpreuße und Volksschullehrer Werner Sch.
aus Westberlin, der an ein Steglitzer Gymnasium abgeordnet
wurde: „Diese Bunker sind notwendig, denn in einem Krieg müssen
die besten Köpfe geschützt werden.“ Diese Debatte wurde in der
8. Klasse im Fach Geschichte anlässlich der Verabschiedung der
Notstandsgetze im Bundstag geführt. In West-Berlin herrschte bei
der älteren Generation eine beständige Furcht von den "Russen"
vereinnahmt zu werden. Die fast ein Jahr dauernde Blockade im
Jahr 1948/49 tat ein übriges dazu. Aber Herr Sch. war völlig
unbekümmert. er hatte als "guter Landser" den 2. Welktkrieg
prima überstanden, trauerte seiner ostpreußischen Heimat nach
und meinte: "Es wäre besser gewesen, wenn die Amis gleich 1945
mit den Resten der deutschen Wehrmacht gemeinsam gegen den Iwan
gezogen wäre." Eine durch und durch sozialdemokratische Tradition, betrachtet man die Bemühungen unseres Verteidigungsministers, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Sozi ist. So sieht offenkundig "kriegstüchtiger Unterricht aus - wenn das Parteiabzeichen stimmt. |
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Da ist nur recht und billig endlich einmal Dankbarkeit zu zeigen. Daran fehlt es tatsächlich, denn wo die Regierung Sozialleistungen streichen möchte, werden entweder die Leistungsbezieher diffamiert und als Volksschädlinge dargestellt (nicht von W. Clement, sondern auch von höchsten Mandatsträgern) oder es wird mit viel Pathos der Kampfbegriff „Eigenverantwortung“ ins Spiel gebracht. Es wird dann die Anschaffung eines Kurbelradios, einer stets zu Trinkwasserzwecken gefüllten Badewanne und die Umgestaltung des Partykellers in einen Eventbunker als oberste Regel eingeführt. Nun ist es verständlich, dass im Falle eines längeren Aufenthalts von zwei Wochen auch Unterschichtler ein Recht auf etwas Zerstreuung haben. Das Kurbelradio gestattet dann durch eifriges Drehen eine Rundfunkstunde pro Tag. Wie durchdacht dieser Vorschlag ist, zeigt nur, dass die angeblichen Experten und Mitglieder im Bundestag auf dem Intelligenzniveau eines Viertklässlers verweilen. Tatsächlich besaß der von KPN betriebene Sender Ijsselstein einen Bunker, der im Falle der Verwendung von Nuklearwaffen Schutz bietet, außer bei einer direkten Zündung einer Kernwaffe in der unmittelbaren Umgebung. Im Bunker befand sich ein Studio und die gesamte Elektronik zum Betrieb eines Mittelwellensenders. Was die Bundesregierung verschweigt, ist die Tatsache, dass Stahlbeton und besonders Beton der auch Gamma-Strahlen Widerstand leisten soll, durch seine Armierung praktisch einen „Faradayschen Käfig“ darstellt und zugleich die Radiowellen extrem bedämpft. Noch possierlicher ist das geschmierte Geschäft zwischen dem DLF unter der Regie des Herrn Steul und den Vertretern der DAB+. Dieses DAB+ wurde lange beworben wie das ultimative Reinigungstuch auf den Wochenmärkten von heiseren Marktschreiern. Dumm ist nur, dass diese Frequenzen, wie auch UKW und höhere Kurzwellenbänder in einem solchen Bauwerk nicht mehr zu empfangen sind. Fahren Sie einmal in einen Straßentunnel, sie werden merken, dass binnen kurzer Zeit kein Empfang mehr möglich ist. Die Lang- und Mittelwellen gestatten noch den Empfang geschwächter Signale. Allerdings sind die Mittelwellensender schon seit über zehn Jahren abgeschaltet. Der Bürger möge sich die Frage selbst beantworten. Wollen Sie sich wirklich von solchen Subjekten, die entweder strunzdumm oder so skrupellos sind, dass sie die Wähler offen belügen, regieren und verarschen lassen?
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![]() Eingang zum ABC-Schutzraum (Kernwaffenschutzbunker) von Radio Hilversum I, von welchem aus das Mittelwellen - Radioprogramm im Kriegsfall erfolgen sollte. Heute als Museum für die Rundfunksenderelektronik der Nachkriegszeit genutzt. Bei Detonation einer heutigen Kernwaffe im Umkreis von weniger als 10 km garantierte der Bunker keine Überlebenschance. |
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| Wie soll
denn nur das große Beschützerprogramm für den ordnungsliebenden
und untertänigen Bundesbürger aussehen? Dies kann durchaus zu
einer Belastung für die Koalition werden. Die CDU/CSU besteht auf
Eigenverantwortung und ist allenfalls bereit, Span- und
Rigipsplatten sowie Holzsammelscheine auszustellen, während die
Musterpartei für soziale Gerechtigkeit den Wohnungsbau in einen
Bunkerbau verwandeln will. Denn im Kriegsfall sind die meisten
Bürger an der Front und brauchen keinen Bunkerplatz geschweige
denn eine Wohnung. Damit hat sich die Frage von selbst erledigt.
Wer baut denn nun die schönen Munitionsbunker und Schutzräume mit
Spielecke für abgewählte Außenministerinnen? Bärbel Bas ist ja der
Überzeugung, dass es unter den Bürgergeldempfängern 800 000
Arbeitsfähige gibt. Daher wird man die Organisation Todt in
Organisation „Organisation Bas“ umbennen und schon ist die
Arbeitslosigkeit beseitigt. Der Führer hatte es ja vorgemacht.
Ehrlich, ist es da noch wichtig ob der eigene Wohnort nun im geplanten Krieg gegen den östlichen Erbfeind dem Erdboden gleichgemacht wird? Im Krieg wird gestorben und da ist doch das „wie“ und „wann“ nur ein Luxusproblem für Mittelständler. Ziehen Sie einen Kreis mit einem Radius von zwanzig Kilometer um Ihre Behausung. Sie können sicher sein, dass Sie mindestens ein lohnendes strategisches Ziel für den altbösen Feind finden, was zerstört werden könnte. Angesichts des Kabelbrands an einer Brücke über den Teltowkanal hat sich ja gezeigt, wie souverän die ausgezeichnete Regierung unter der CDU in kürzester Zeit die Stromausfälle im Südwesten Berlins beheben konnte. Sie können ja für alle Fälle in Ihrem Katastrophengepäck einen portablen CD-Player unterbringen und sich dann irgendwo in Ruhe die Musik zur „Götterdämmerung“ anhören. Neben den Jodtabletten, wäre ein angesagtes Halluzinogen wie das bewährte LSD zu empfehlen. |
![]() Küver-Bunkerhauptgang
auf Texel (NL)
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| Wer gern
über existentielle Fragen nachdenkt, wie ein Jürgen Biebecke, der
könnte sich jetzt die Frage stellen, warum die Sehnsucht nach dem
Verkriechen im Untergrund bei dem Deutschen so groß ist. Bei
Hannoveranern ist das bereits bekannt. Sie gehen bekanntlich zum
Lachen in den Keller und schalten nach erfolgter Mülltrennung das
Licht von wegen „Energie sparen“ aus. Danach ist Lachen erlaubt.
Aber der zivilisierte Rest dieses Landes fühlt sich anscheinend
magisch von der Unterwelt angezogen. Betrachten wir die
Geschichte, als es die „deutsche Nation“ noch nicht gab. Dort
machten höchstens renitente Untertanen, unabhängige Denker und
Glaubenseiferer Bekanntschaft mit handfesten Verliesen. Das ist
also als Grund mit Sicherheit auszuscheiden. Doch im Untergrund
ist man meist unsichtbar und kann frei reden, ja sogar
Freiheitslieder singen ohne Gefahr zu laufen von einem Vertreter
der deutschen Leidkultur denunziert zu werden. Das gibt es aber
schon lange nicht mehr. So geschehen bei der Großmutter des
Autors. Ihr Glück war es, dass ausgerechnet ein höherer
Parteibonze, der sie kannte, die Denunziation des Blockwarts nicht
weiterleitete. Dieser Blockwart hatte sie zwar schon zuvor im
Luftschutzkeller öffentlich verwarnt mit der Drohung: „Wir wissen
schon, wer alles zu Ihnen in die Wohnung kommt. Sie und Ihre
Sternträger!“. Andere dagegen kostete es den Kopf. Die Herren
Erich Knauf und Erich Ohser wurden im Luftschutzkeller wegen ihrer
lästerlichen Reden und Beschimpfungen von Hitler und Goebbels
durch den SS-Untersturmführer Bruno Schultz und seiner Frau
denunziert. Knauf enthauptete man in Brandenburg, während vor
Prozessbeginn Erich Ohser die Selbsttötung vornahm. Beide gehörten
zum „Freundeskreis der drei Erichs“ - der Dritte im Bunde war
Erich Kästner, der später einen kurzen Essay schrieb. Zum Anlass
diente die amtliche Rechnung für die Kosten des Prozesses und der
Ausführung der Todesstrafe von Erich Knauf, welche den
Hinterbliebenen präsentiert wurde. Die Drei lernten sich in den
Zwanziger Jahren bei der „Plauener Volkszeitung“ kennen. Erich
Ohser wurde später sehr bekannt mit den Zeichnungen von „Vater und
Sohn“ unter dem Pseudonym E.O. Plauen.
Der Untergrund schafft also nur eine scheinbare Sicherheit. Diese Tatsache wird auch von Militärexperten sträflich vernachlässigt. Das Fort Vaux bei Verdun ist nicht erobert worden. Im Gegensatz zum benachbarten Fort Douaumont. Es wurde nach Belagerung kampflos übergeben, weil bei der Anlage des Forts nicht auf genügend Trinkwasserzisternen geachtet wurde, die auch nicht chemisch zu vergiften waren. Dagegen hielt das zwei Kilometer weiter entfernte altmodische Fort Souville den Vormarsch der Deutschen (les droits) auf. Es ist also ein lebensgefährlicher Irrtum darauf zu bauen, dass man im Kriegsfalle ungeschoren davon kommen kann. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Maginot-Linie errichtet. „On ne passe pas“, auf Deutsch: „Man lässt nichts durchkommen“, war ein tragischer Irrtum. Aus Rücksicht auf Luxembourg und Belgien endete die Maginot Linie an der Mosel. Nun, wie im Weltkrieg Nr. 1 fielen die deutschen Truppen über Belgien und Luxembourg nach Frankreich ein. Die Maginot-Linie wurde umgangen.
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Wachturm an der Einzäunung
des KL "Buchenwald",
Ettersberg b. Weimar |
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| So scheint
es also nur noch eine stabile Lösung dieser existentiellen Frage
der deutschen Bunkerleidenschaft zu geben, und da könnte uns der
verhinderte Filmmusikkomponist Richard Wagner weiterhelfen. Manche
werden sich wundern, denn in der Tat war es der Umstand, dass es
noch viele Jahre dauern würde, bis es eine Filmindustrie geben
würde, die Wagners Kompositionen in ihren unsäglichen Kitschfilmen
erfolgreich und lukrativ verwursten würde. Man kann gar nicht
genug diesen tragischen Umstand beklagen. Wagner hätte sich dezent
seine antijüdischen Schriften in den Allerwertesten schieben
können, Bayreuth wäre von diesem Prominentenlaufsteg
verschont worden, die Winifred Wagner wäre eine
„Williams“ geblieben und Gouvernante bei einem dekadenten Landlord
in Ketton gewesen. Wahrscheinlich wäre dann auch der 1.
Weltkrieg ausgefallen, weil die Verbreitung der Todessehnsucht nur
besseren Kreisen vorbehalten geblieben wäre. Gäbe es
dann auch keine Bunker? Vielleicht wäre lediglich dem
deutschen Volk die Burg Kareol erspart geblieben, denn die
Todessehnsucht speist sich wohl eher aus einer anderen Quelle, die
ein Karl Marx als „Opium für das Volk“ bezeichnete. Aus Sicht der
Kommunikationswissenschaften benötigt das deutsche Volk dringend
eine echte "Wärungs-Reform" zum Leben ohne Konjunktiv.
Ausgehend
von der Offenbarung des „Johannes auf Patmos“, welche eigentlich
Protokolle von „horror trips“ darstellt, weil der Wanderprediger
etwas zu viel „Engelstrompeten - Tee“ zu sich nahm. Im vierten
Jahrhundert, z.B. bei Athanasius (anno 367) wurde diese
„Offenbarung“ in den Kanon der Bibel aufgenommen. Für die Kirche
das ideale Unterdrückungsinstrument, da die Tröstungen der
geschundenen „Schäfchen“ weit außerhalb der kirchlichen
Gewährleistungszeit versprochen wurden. Das Trostpflaster war
die Gleichheit im Tode, so dass ein demütiger frommer Wandel
voller Schuldbewusstsein und Freude am zu erleidenden Unrecht
durch die Reichen und Mächtigen ganz bestimmt belohnt werden
würde, während die Reichen und Mächtigen in der Hölle gebraten
oder zu Boullion verkocht würden – je nach Erhaltungszustand.
Daraus wurde das Recht auf geistliche Herrschaft abgeleitet.
Auch heute finden wir es besonders bei evangelischen
Theologinnen und Theologen in Form einer dümmlichen Arroganz,
mit der sie sich dafür rächen schon in der Schulzeit wegen ihrer
Lebensfremdheit gehänselt worden zu sein. Deutsche Leidkultur
besteht eben aus dem natürlichen, angeblich gottgegebenen
Knechtsein und der herrschenden sich auf Kosten der Ärmeren
vergnügenden Oberschicht. Da erklingt die mitreißende Parole von
Kaiser Willi dem Allerletzten an seine Untertanen: „Ich kenne
keine Parteien mehr – ich kenne nur noch Deutsche!“ Im Bunker
sind alle gleich. Die Bundesregierung hat dieses Motiv
anscheinend nicht mehr nötig. Denn der Zusammenschluss der
bourgeoisen Parteien von AfD bis Grüne zur neoliberalen
„Einheitsliste“ ist die Partei – die immer recht hat, während
zur Belebung dieser bürgerlichen Langeweile diese wunderliche
Partei „die Linke“ den Hofnarren abgibt. Es bietet sich an,
deshalb die Folgerung zu ziehen, dass für den angestrebten Krieg
der „Schutzraumbau“ keiner besonderen Förderung mehr bedarf,
weil die gemeinsame Klammer bereits vorhanden ist und nicht erst
betoniert werden muss. Doch Vorsicht – wie bekannt wurde
vergnügen sich die Spitzen der Gesellschaft auf Epsteininseln
und so ist es nur logisch, dass die bundesdeutsche Oberschicht
ähnliche Refugien für das kommende Stahlbad gefunden hat. Der
eigenverantwortlich handelnde Bürger packt also im Ernstfall
seine Aktentasche mit den wichtigsten Dokumenten und hält sie
sich bei Beschuss und Bombardement über den Kopf. Eine feine
Geste des "kriegstüchtigen Bürgers" ist es, wenn er sich
rechtzeitig darum kümmert von der Bundeswehr einen "Todeszettel"
zu besorgen. Fertig ausgefüllt, muss der Finder nur noch die
Ursache des sozial verträglichen und patriotischen Ablebens
ankreuzen, gegebenenfalls die Strahlendosis oder Art des
Giftgases eintragen. Diese bunten Zettel fristen auf den
Dachböden, z.B., in der ehemaligen Lützow-Kaserne in
Schwanewede, wo auch der Verteidigungsminister Dienst schob, ein
Schattendasein. Das muss nicht so bleiben im Sinne von Resilienz
und Nachhaltigkeit. Jetzt wird sich der unbefangene Bürger die unangemehme Frage stellen, weshalb eigentlich Kriege unbedingt geführt werden müssen, wie es der Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“ in einer Talkshow erklärte. Dazu lesen wir bei dem schon erwähnten Erich Kästner folgendes:
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„Ganz
rechts zu singen“
...Wir haben das Herz auf dem rechten Fleck weil sie uns sonst nichts ließen. Die Köpfe haben ja doch keinen Zweck. Damit kann der Deutsche nicht schießen.
Kein schönrer Tod ist auf der Welt als gleich millionenweise. Die Industrie gibt uns neues Geld und
Waffen zum Selbstkostenpreise.
Wir brauchen kein Brot, und nur Eins ist not: Die nationale Ehre! Wir brauchen mal wieder den Heldentod und schwere Maschinengewehre...
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![]() Gräberfeld
bei Fort Douaumont (Verdun)
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| Wer
profitiert also von Kriegen? Die Rüstungsindustrie und ihre
Aktionäre, die der deutschen Oberschicht angehören, Politiker
inbegriffen. So bekommt der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ ein völlig
andere Bedeutung, „Dividendentüchtigkeit“ muss es in Wahrheit
heißen. Daraus erklärt sich, warum der Bau von Bunkeranlagen eher
den Profit schmälert.
Der DLF erinnerte kürzlich an General Dwight D. Eisenhower. In seiner Abschlussrede warnte der ehemalige Präsident der USA vor der Macht der Waffenlobby: „Die Möglichkeiten, dass diese Mächte ihren katastrophalen Einfluss ausdehnen sind gewaltig und werden es bleiben. Wir dürfen es niemals zulassen, dieser Druck unsere Freiheit und unsere demokratischen Entscheidungen gefährdet!“
Das Gegenteil ist der Fall, wie die Parteien der „Einheitsliste“ es täglich beweisen. Die anheimelnden Bunkeranlagen des Westwalls, können nach kleineren Umbauten durchaus zur Abwehr der Invasion der russischen Schattenflotte dienen. So werden heutige angesagte Graffiti - Ausstellungsobjekte wieder zu ihrem eigentlichen Zweck benutzbar. Die Fotografie und der Film können ein neues Betätigungsfeld beackern: Die Archivierung deutscher Baukunst, Museen, Theater- und Konzertsäle. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz, die ja in Zukunft durch Marker in der Ernährung einen Alarm auf der obligatorischen Smartwatch auslösen, wenn die Speisen und Getränke der Bekämpfung der persönlichen Hämorrhoiden abträglich sind, kann "KI" als kriegstüchtige „Äpp“ eine virtuelle Welt um die Stadtbilder und Bauten erschaffen, die nicht nur Sterbenden noch eine letzte Erinnerung verschaffen, sondern auch den wenigen Überlebenden in dieser BRD an Feiertagen zeigt, wie schön es damals in diesem Land war, allerdings ohne die Freiheit, die ja erst in diesem neuen Krieg erkämpft wurde.
Eine Blickfreiheit über anmutige Hügel aus Gebäuderesten, Gerippe von verbogenen Stahlträgern, oder Soldatengräber auf denen die herrlichen Schlüsselblumen besonders gern wachsen mit musikalischem Gruß oder als Videobotschaft.
Christian Zehvier
Oberst a.D. der Kulturverteidigung der DDR, Dozent an der „Werner Lamberz“-Hochschule in Hackpfüffel (Kr. Mansfeld-Südharz)
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| Vergessen Sie nicht als Vorreiter der Eigeninitiative ständig eine mit Wasser gefüllte Badewanne als Vorrat für Katastrophen bereit zu halten. Angler können in Friedenszeiten ihren Karpfen wässern, ansonsten verfügen Sie in heißen Sommern über Trinkwasser, dass nicht abzukochen ist. Denn die Frühjahrsgülle sickert schon in die Trinkwasserleitungen und -behälter ein - mit ihnen spezifische Keime aus dem verflüssigten Mist, bekannt als "Gülle". Doch das ist ein zukünftiges Thema. (Anm. d. Redaktion) | Der
Schriftsteller & Fotojournalist Stephan Ebers hat zu dem Thema
eine neue Fassung seines Gedichts von 1991 verfasst. So ist ein
illustriertes Poem entstanden mit dem Titel:
Atlantikwall |
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