Die deutsche Liebe zu Bunkern und Luftschutzräumen

- eine neue Epoche dieser Baukunst bricht an?





Als Berlin in Trümmern lag, die „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ am Breitscheidplatz noch „der hohle Zahn“ hieß, weil nur noch Turmreste und ein luftiger Gewölbeteil übrig geblieben war, lange bevor daneben das neue Kirchengebäude, im Volksmund „Eiermanns Seelensilo“ genannt, errichtet wurde, da kungelte bereits ein Adenauer mit den Alliierten wegen eines neuen Feldzuges gegen die „Soffjet-Union“, um die Schande der deutschen Kapitulation zu rächen, den nach Westdeutschland geflüchteten Profiteuren der Nazi-Epoche ihre Latifundien, die inzwischen als „volkseigene Betriebe“ oder „LPG“ firmierten, samt ihren Herrensitzen zurückzugeben. Gleichzeitig wären damit die Ostgebiete durch „Remigration“ der lästigen Berufsvertriebenen wieder heim in die Republik gelangt. Das besonders Charmante an dieser Vorstellung war für Konrad Adenauer die Tatsache, dass die „Flüchtlinge“, wie die Vertriebenen im Volksmund genannt wurden als CDU/CSU-Stimmvieh nicht verloren gehen würden, sondern aus inniger Dankbarkeit lebenslang die Union in einem Deutschland in den Grenzen von 1937 wählen würden. Diese Rechnung ging damals nicht auf, was aber die CDU/CSU mangels kognitiver Intelligenz nicht störte, denselben Fehler noch einmal zu begehen und so die Aussiedler aus der UdSSR zu hegen und zu pflegen – ja bis der lukrative Ukrainekrieg ausbrach und durch die staatlich vorgeschriebene Russenhetze, die undankbaren Aussiedler wegen ihrer Anfeindungen aus dem deutschen Volkskörper zur AfD überliefen.


In diesem Abriss wird deutlich, dass Kriegstüchtigkeit nie aus der deutschen Leidkultur verschwunden ist. Der Feind war derselbe 1945 wie 2022, die Sprachregelungen waren dagegen etwas angepasst worden, bis hin zur sozialdemokratischen Verniedlichung vom „Bürger in Uniform“. Ein Absurdum Sondershausen, denn Briefträger, Polizisten, Feuerwehrleute, Sargträger, Bahnbeamte tragen ihre Uniform seit über 100 Jahren ohne einen militärischen Dienstrang, wie unter Soldaten üblich, zu besitzen. Doch schauen wir zurück in den Monat April 1945 im zerbröselnden Berlin.


Die Endzeit der „Schlacht um Berlin“ hatte unter der deutschen Bevölkerung ein eigenartiges Lebensgefühl entwickelt. Das Motto lautete: „Genießt den Krieg, der Frieden wird fürchterlich.“ Dazu passt auch die Erzählung, die plötzlich nach der Jahrtausendwende zu der Tatsache auftauchte, dass im letzten Konzert der Berliner Philharmoniker ein Potpourri aus „Götterdämmerung gegeben wurde. Angeblich hätten HJ-Angehörige körbeweise Kapseln mit Kaliumcyanid den Kulturbeflissenen angeboten, damit sie es der Wagnerschen Todessehnsucht gleichtun könnten. Die Erzählung erscheint stimmig, denn die Musik von Richard Wagner, der einfach nur 100 Jahre zu früh geboren wurde, führt in direkter Linie zu den Schlachtfeldern von Verdun. In diesem wabernden Gebräu aus Menschenverachtung, Minderheitenhass und dumpfen Heilswahn, wie es so gern Rolf Syberberg filmisch darstellte, konnte eine Generation entstehen, die den ideologischen Nährboden für eine technokratisch-ökonomische Selektionsideologie bereitete. Die gegenwärtigen Halluzinationen vom allgegenwärtigen Russen, der an den Grenzen der BRD bereits heimlich Wühlarbeiten ausführt, lassen sich auf diese kontinuierliche deutsche Charaktereigenschaft zurückführen. Selbstverständlich gab es zum Kriegsende Selbstmordserien, doch wer einmal mit Kaliumcyanid gearbeitet hat, der weiß, wie sorgfältig eine Lösung durch eine Glasampulle geschützt werden muss und gleichzeitig das Glas dünnwandig genug zu gestaltet sein, um mit den Zähnen zerbissen werden zu können. Es kann also keine Rede davon sein, dass die Kapseln in Grabbelkörben am Ausgang der Konzerthalle angeboten wurden. Die Quellenlage dazu ist auch sehr unsicher. Man kann sicher sein, dass so ein Angebot ein Fressen für die Illustrierten der Fünfziger Jahre gewesen wären. Aber diese Erzählung tauchte erstmals seit der Jahrtausendwende auf. Hildegard Knef, die in ihrer Biografie ausführlich die letzten Tage der „Schlacht in Berlin“ beschrieb, ging mit keiner Silbe auf dieses ominöse Konzert am 12. April, selbst das Datum ist unsicher, ein. Die alte Philharmonie war bereits im Januar 1944 durch Bomben zerstört worden. Ebenso der in den Quellen erwähnte „Beethovensaal“. Der einzig nutzbare Raum für das Konzert war der separat stehende „Meistersaal“. Es ist lästig solche Mythen zu zerlegen, weil es den Anschein erweckt hier scheide jemand auf der WC-Brille sitzend beständig Korinthen aus. Der Meistersaal umfasste übrigens nicht so viele Plätze für die Zuhörer. Die Einwohner Berlins hatten zu dieser Zeit ganz sicher andere Sorgen als ausgerechnet Wagner zu hören. Es wird also wohl nur die sattsam bekannte bildungsbürgerliche Schicht gewesen sein, die selbstverständlich samt und sonders überzeugte Nazis waren, welche sich den Kunstgenuss leisteten. Für Selbstmorde gab es jede Menge anderer Gelegenheiten. Am beliebtesten war das Leuchtgas, welches aus der städtischen Gasanstalt kam und einen hohen Gehalt an Kohlenstoffmonoxid enthielt. Doch dazu später. Verweilen wir noch ein wenig bei dem Kaliumcyanid, denn dazu gibt es eine amüsante Geschichte. Lassen wir dazu die Berlinerin Margarete E. erzählen: „Eine meiner Freundinnen aus der Schulzeit war Käthe B. Ihre Mutter arbeitete im selben Betrieb wie meine Mutter. Käthe wohnte in Potsdam.“ Dazu ist anzumerken, dass Potsdam mit der Glienicker Brücke direkt an Berlin grenzt. Durch eine Express S-Bahnverbindung, man nannte die Züge auch „Bankierszüge“ benötigten die Potsdamer nur eine halbe Stunde um im Zentrum Berlins anzukommen. „Die Käthe war ein sehr direktes Mädchen. Meine Mutter hatte ihr ein Geschenk zu ihrem Geburtstag zukommen lassen. Als Käthes Mutter bei dem nächsten Treffen mit uns ihre Tochter ermahnte, sich doch bitte für das Geschenk zu bedanken, antwortete sie entwaffenend: 'Wozu denn? Es ist doch gleich kaputt gegangen.' In der Familie B. machte sich mit dem Nahen der sowjetischen Armee eine gelinde Panik breit.“ Nicht nur Demmin mit seinen Massenselbstmorden war durch die Gräuelpropaganda, die sich nur in Nuancen von der heutigen staatlich genehmigten Berichterstattung unterscheidet gepackt. Kein Wunder, denn die BRD-Staatslüge von: 'Wir haben nichts gewusst, nichts gesehen und nichts gehört und der Führer war auch nicht über alle Schweinereien informiert', hatte damals schon kürzere Beine als ein beidseitig Beinamputierter nach einem Granatentreffer. Herr B. organisierte also den Selbstmord, den die Eltern gemeinsam verüben wollten. Warum die Käthe ausgespart werden sollte, bleibt ein Geheimnis. Entweder waren sie des munteren Blags überdrüssig oder meinten ihre Käthe würde auch den notgeilsten Sowjetsoldaten in die Flucht schlagen, wir wissen es nicht. Vielleicht gibt das Ende der Erzählung Aufschluss. Frau E. fährt fort: „Also hat der Vater von Käthe zwei Särge beschafft. Einen größeren für sich, einen kleineren für Käthes Mutter. Dann haben sie sich umgebracht. Bei Herrn B. ereignete sich ein Wunder. Das Gift wirkte bei ihm nicht so stark. Er wachte wieder auf. Seine Frau dagegen blieb tot. Das war schon eine traurige Angelegenheit. Doch in seiner Trauer fand er eine Trösterin, die ihm über den schweren Verlust hinweg half. Die Wohnung war bei dem Bombenangrif im April 1945 zu einem Teil zerstört worden. Das Schlafzimmer mit dem Ehebett war benutzbar und in den Flur konnte es nicht hineinregnen. Dort stand der noch unbenutzte Sarg. Der Vater schlief mit seiner Trösterin im Ehebett. Da musste ich Käthe doch gleich fragen: 'Und wo hast du geschlafen?' Verwundert antwortete sie mir: 'Na wo wohl? Im Sarg natürlich!' Da musste ich erst mal Luft holen.“


So ungewöhnlich dieser halbe Doppelselbstmord auch erscheinen mag, so häufig waren Selbstentleibungen erfolgreich. Allerdings in Städten mit einer Gasversorgung. In der DDR drehten 20% der Lebensmüden den Gashahn auf. Die Eltern des Obergefreiten Beckmann mit der Gasmaskenbrille, der Held des Dramas „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert erfuhr von der Nachmieterin, einer gewissen Frau Kramer folgendes, als Beckmann an der elterlichen Wohnung klingelt und sich nach seinen Eltern erkundigt:

„Die Juden konnte Ihr Alter nicht verknusen. Die regten seine Galle an. Er wollte sie eigenhändig nach Palästina jagen, hat er immer gedonnert. Im Luftschutzkeller, wissen Sie, immer wenn eine Bombe runterging, hat er einen Fluch auf die Juden losgelassen. War ein bißchen sehr aktiv, Ihr alter Herr. Hat sich reichlich verausgabt bei den Nazis... An die Luft gesetzt haben sie Ihren Papa, ohne Pension, versteht sich. Und dann sollten sie aus der Wohnung raus. Nur den Kochtopf durften sie behalten. Das war natürlich trübe. Und das hat den beiden Alten den Rest gegeben. Da konnten sie wohl nicht mehr. Na, da haben sie sich dann selbst endgültig entnazifiziert. Das war nun wieder konsequent von Ihrem Alten.“Das muss man ihm lassen.“

Beckmann: „Was haben Sie? Sich selbst -“

Frau Kramer: „Entnazifiziert. Das sagen wir so, wissen Sie. Das ist ein Privatausdruck von uns. Ja , die alten Herrschaften von Ihnen hatten nicht mehr die rechte Lust. Einen Morgen lagen sie steif und blau in der Küche. So was Dummes, sagt mein Alter, von dem Gas hätten wir einen ganzen Monat kochen können.“









Auch dem desinformiertesten kriegsunwilligen Bundesbürger müsste einleuchten, dass die unermüdlichen Bemühungen des Sozi-Kriegsministers nicht für die Katz' sind. Die Poesie und Kunst im Alltag praktischer Kriegstüchtigkeit eröffnet völlig neue künstlerische Räume, ja Schutzräume einer besonderen Lebenssituation, die es in einem gewöhnlichen Sozialstaat mit guter Bildung nie geben würde. Es sei nur kurz an Ernst Jüngers Der Kampf als inneres Erlebnis erinnert. Deshalb sollte man die derzeitige Bundesregierung nicht verurteilen, versucht sie doch gerade der jungen Generation eine neue Zukunft aufzuzeigen eigenständig „innere Erlebnisse“ zu empfinden.Wie aus gut informierten Kreisen der Meinesforschungsinstitute zu erfahren war, scheint sich bei den jungen Erwachsenen ein Trend zum Militärdienst gelegentlich zu verstärken. Der Verteidigunsminister soll ausdrücklich das sich verbreitende Lebensmotto: "Weniger Bildung, bei mehr Ausbildung in der Angriffsverteidigung - erhobene Faust gegen fruchtlose akademische Gesellschaftstheorien", als Zeichen patriotischer Hoffnung gelobt haben.






Die ganz Alten erinnern sich noch, als die sehr junge BRD und die DDR noch reichlich mit Ruinen gesegnet waren, als den Eltern bei dem Probealarm der Luftschutzsirenen, Tränen aus den Augen quollen. Besonders in Städten wie Hamburg, Dresden, Darmstadt und anderen, wo das Vorhandensein an Luftschutzbunkern und -kellern unzureichend war. Wir Kinder spielten verbotenerweise in den Ruinen, krochen in alten Munitionsbunkern herum, sammelten die Munition der Amerikaner, die Westberlin weiterhin als Kriegsübungsplatz für Vietnam nutzten. So abgebrüht wir auch nach außen schienen, uns war bewusst, was im Kriegsfall mit uns geschehen würde. Denn die Folgen des Krieges, damals noch ohne Atombombenabwürfe, konnten wir in Ruhe studieren.


Für drei Prozent der Bevölkerung gab es im Kriegsfall Luftschutzräume mit einem minimalen Schutz, abgesehen von den Bunkern im Ahrtal, bei Kall (Eifel) und in Satzvey im Schulzentrum. Letzterer unterlag extremer Geheimhaltung. Es wäre schwer gewesen der Öffentlichkeit zu erklären, dass die Kinder im Kriegsfalle den Bunker nicht betreten dürften, weil er für die das Spitzenmanagement der Landesbank vorgesehen war. Man genierte sich auch ein entsprechendes Schild an der unauffälligen Eisentür im Keller des Schulgebäudes zu montieren. Dahinter begann erst der „geschützte Bereich. Dabei gab es doch Vorlagen, wie an jedem Lebensmittelgeschäft. Statt Hunden auf dem Plastikschild ein paar Kinder mit dem Text: „Wir müssen leider draußen bleiben.“



Bis auf den Ahrtalbunker wurden diese Stätten zur Konservierung der BRD-Elite geheim gehalten. Hören wir einmal die „schlagende“ Begründung zu dieser staatlichen Vorsorge. Der altgediente SPD-Genosse, Berufsostpreuße und Volksschullehrer Werner Sch. aus Westberlin, der an ein Steglitzer Gymnasium abgeordnet wurde: „Diese Bunker sind notwendig, denn in einem Krieg müssen die besten Köpfe geschützt werden.“ Diese Debatte wurde in der 8. Klasse im Fach Geschichte anlässlich der Verabschiedung der Notstandsgetze im Bundstag geführt. In West-Berlin herrschte bei der älteren Generation eine beständige Furcht von den "Russen" vereinnahmt zu werden. Die fast ein Jahr dauernde Blockade im Jahr 1948/49 tat ein übriges dazu. Aber Herr Sch. war völlig unbekümmert. er hatte als "guter Landser" den 2. Welktkrieg prima überstanden, trauerte seiner ostpreußischen Heimat nach und meinte: "Es wäre besser gewesen, wenn die Amis gleich 1945 mit den Resten der deutschen Wehrmacht gemeinsam gegen den Iwan gezogen wäre."

 Eine durch und durch sozialdemokratische Tradition, betrachtet man die Bemühungen unseres Verteidigungsministers, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Sozi ist. So sieht offenkundig "kriegstüchtiger Unterricht aus - wenn das Parteiabzeichen stimmt.








Angesichts der heutigen Schießbudenfiguren in der Bundesregierung muss doch die Begründung des Genossen Lehrer Sch. stark angezweifelt werden. Die Zahl der Bunkerplätze für die Zivilbevölkerung ist heute geringer als im kalten Krieg. Die Schutzwirkung wurde insgeheim stets bezweifelt, denken wir an solche Anlagen wie die Tiefgarage am Friedensplatz, nomen est non omen, in Bonn. Da wir ja die beständige Fürsorge dieser Bundesregierung für die normale Bevölkerung rühmen, welche nicht dem Mittelstand entspricht, denn nach Schätzungen soll das Vermögen des Mittelständlers Merz etwa 12 Millionen € betragen, kann sich jedermann ausrechnen, wie ein umfassendes Schutzraumbauprogramm aussehen müsste. Die bisherigen Erfolge der Bundesregierungen im Wohnungsbau lassen in den Bürgern die frohesten Erwartungen und glückseligsten Hoffnungen keimen.



kleine Anmerkung zu den geistigen Fürzen des Herrn Dobrindt aus dem Lexikon der Physik



Auch bei einem konventionellen Angriff bliebe eine Trümmerwüste wie in Gaza zurück.  Sollten wir nicht lieber eine "Zivilisten-Heimwehr" bundesweit einführen? Das steigert die Lebensqualität enorm!




Da ist nur recht und billig endlich einmal Dankbarkeit zu zeigen. Daran fehlt es tatsächlich, denn wo die Regierung Sozialleistungen streichen möchte, werden entweder die Leistungsbezieher diffamiert und als Volksschädlinge dargestellt (nicht von W. Clement, sondern auch von höchsten Mandatsträgern) oder es wird mit viel Pathos der Kampfbegriff „Eigenverantwortung“ ins Spiel gebracht. Es wird dann die Anschaffung eines Kurbelradios, einer stets zu Trinkwasserzwecken gefüllten Badewanne und die Umgestaltung des Partykellers in einen Eventbunker als oberste Regel eingeführt. Nun ist es verständlich, dass im Falle eines längeren Aufenthalts von zwei Wochen auch Unterschichtler ein Recht auf etwas Zerstreuung haben. Das Kurbelradio gestattet dann durch eifriges Drehen eine Rundfunkstunde pro Tag. Wie durchdacht dieser Vorschlag ist, zeigt nur, dass die angeblichen Experten und Mitglieder im Bundestag auf dem Intelligenzniveau eines Viertklässlers verweilen. Tatsächlich besaß der von KPN betriebene Sender Ijsselstein einen Bunker, der im Falle der Verwendung von Nuklearwaffen Schutz bietet, außer bei einer direkten Zündung einer Kernwaffe in der unmittelbaren Umgebung. Im Bunker befand sich ein Studio und die gesamte Elektronik zum Betrieb eines Mittelwellensenders. Was die Bundesregierung verschweigt, ist die Tatsache, dass Stahlbeton und besonders Beton der auch Gamma-Strahlen Widerstand leisten soll, durch seine Armierung praktisch einen „Faradayschen Käfig“ darstellt und zugleich die Radiowellen extrem bedämpft. Noch possierlicher ist das geschmierte Geschäft zwischen dem DLF unter der Regie des Herrn Steul und den Vertretern der DAB+. Dieses DAB+ wurde lange beworben wie das ultimative Reinigungstuch auf den Wochenmärkten von heiseren Marktschreiern.
Dumm ist nur, dass diese Frequenzen, wie auch UKW und höhere Kurzwellenbänder in einem solchen Bauwerk nicht mehr zu empfangen sind. Fahren Sie einmal in einen Straßentunnel, sie werden merken, dass binnen kurzer Zeit kein Empfang mehr möglich ist. Die Lang- und Mittelwellen gestatten noch den Empfang geschwächter Signale. Allerdings sind die Mittelwellensender schon seit über zehn Jahren abgeschaltet. Der Bürger möge sich die Frage selbst beantworten. Wollen Sie sich wirklich von solchen Subjekten, die entweder strunzdumm oder so skrupellos sind, dass sie die Wähler offen belügen, regieren und verarschen lassen?




Eingang zum ABC-Schutzraum (Kernwaffenschutzbunker)
von Radio Hilversum I, von welchem aus das Mittelwellen - Radioprogramm im Kriegsfall erfolgen sollte. Heute als Museum für die Rundfunksenderelektronik der Nachkriegszeit genutzt. Bei Detonation einer heutigen Kernwaffe im Umkreis von weniger als 10 km garantierte der Bunker keine Überlebenschance.


Wie soll denn nur das große Beschützerprogramm für den ordnungsliebenden und untertänigen Bundesbürger aussehen? Dies kann durchaus zu einer Belastung für die Koalition werden. Die CDU/CSU besteht auf Eigenverantwortung und ist allenfalls bereit, Span- und Rigipsplatten sowie Holzsammelscheine auszustellen, während die Musterpartei für soziale Gerechtigkeit den Wohnungsbau in einen Bunkerbau verwandeln will. Denn im Kriegsfall sind die meisten Bürger an der Front und brauchen keinen Bunkerplatz geschweige denn eine Wohnung. Damit hat sich die Frage von selbst erledigt. Wer baut denn nun die schönen Munitionsbunker und Schutzräume mit Spielecke für abgewählte Außenministerinnen? Bärbel Bas ist ja der Überzeugung, dass es unter den Bürgergeldempfängern 800 000 Arbeitsfähige gibt. Daher wird man die Organisation Todt in Organisation „Organisation Bas“ umbennen und schon ist die Arbeitslosigkeit beseitigt. Der Führer hatte es ja vorgemacht.


Ehrlich, ist es da noch wichtig ob der eigene Wohnort nun im geplanten Krieg gegen den östlichen Erbfeind dem Erdboden gleichgemacht wird? Im Krieg wird gestorben und da ist doch das „wie“ und „wann“ nur ein Luxusproblem für Mittelständler. Ziehen Sie einen Kreis mit einem Radius von zwanzig Kilometer um Ihre Behausung. Sie können sicher sein, dass Sie mindestens ein lohnendes strategisches Ziel für den altbösen Feind finden, was zerstört werden könnte. Angesichts des Kabelbrands an einer Brücke über den Teltowkanal hat sich ja gezeigt, wie souverän die ausgezeichnete Regierung unter der CDU in kürzester Zeit die Stromausfälle im Südwesten Berlins beheben konnte. Sie können ja für alle Fälle in Ihrem Katastrophengepäck einen portablen CD-Player unterbringen und sich dann irgendwo in Ruhe die Musik zur „Götterdämmerung“ anhören. Neben den Jodtabletten, wäre ein angesagtes Halluzinogen wie das bewährte LSD zu empfehlen.


Küver-Bunkerhauptgang auf Texel (NL)



Wer gern über existentielle Fragen nachdenkt, wie ein Jürgen Biebecke, der könnte sich jetzt die Frage stellen, warum die Sehnsucht nach dem Verkriechen im Untergrund bei dem Deutschen so groß ist. Bei Hannoveranern ist das bereits bekannt. Sie gehen bekanntlich zum Lachen in den Keller und schalten nach erfolgter Mülltrennung das Licht von wegen „Energie sparen“ aus. Danach ist Lachen erlaubt. Aber der zivilisierte Rest dieses Landes fühlt sich anscheinend magisch von der Unterwelt angezogen. Betrachten wir die Geschichte, als es die „deutsche Nation“ noch nicht gab. Dort machten höchstens renitente Untertanen, unabhängige Denker und Glaubenseiferer Bekanntschaft mit handfesten Verliesen. Das ist also als Grund mit Sicherheit auszuscheiden. Doch im Untergrund ist man meist unsichtbar und kann frei reden, ja sogar Freiheitslieder singen ohne Gefahr zu laufen von einem Vertreter der deutschen Leidkultur denunziert zu werden. Das gibt es aber schon lange nicht mehr. So geschehen bei der Großmutter des Autors. Ihr Glück war es, dass ausgerechnet ein höherer Parteibonze, der sie kannte, die Denunziation des Blockwarts nicht weiterleitete. Dieser Blockwart hatte sie zwar schon zuvor im Luftschutzkeller öffentlich verwarnt mit der Drohung: „Wir wissen schon, wer alles zu Ihnen in die Wohnung kommt. Sie und Ihre Sternträger!“. Andere dagegen kostete es den Kopf. Die Herren Erich Knauf und Erich Ohser wurden im Luftschutzkeller wegen ihrer lästerlichen Reden und Beschimpfungen von Hitler und Goebbels durch den SS-Untersturmführer Bruno Schultz und seiner Frau denunziert. Knauf enthauptete man in Brandenburg, während vor Prozessbeginn Erich Ohser die Selbsttötung vornahm. Beide gehörten zum „Freundeskreis der drei Erichs“ - der Dritte im Bunde war Erich Kästner, der später einen kurzen Essay schrieb. Zum Anlass diente die amtliche Rechnung für die Kosten des Prozesses und der Ausführung der Todesstrafe von Erich Knauf, welche den Hinterbliebenen präsentiert wurde. Die Drei lernten sich in den Zwanziger Jahren bei der „Plauener Volkszeitung“ kennen. Erich Ohser wurde später sehr bekannt mit den Zeichnungen von „Vater und Sohn“ unter dem Pseudonym E.O. Plauen.


Der Untergrund schafft also nur eine scheinbare Sicherheit. Diese Tatsache wird auch von Militärexperten sträflich vernachlässigt. Das Fort Vaux bei Verdun ist nicht erobert worden. Im Gegensatz zum benachbarten Fort Douaumont. Es wurde nach Belagerung kampflos übergeben, weil bei der Anlage des Forts nicht auf genügend Trinkwasserzisternen geachtet wurde, die auch nicht chemisch zu vergiften waren. Dagegen hielt das zwei Kilometer weiter entfernte altmodische Fort Souville den Vormarsch der Deutschen (les droits) auf. Es ist also ein lebensgefährlicher Irrtum darauf zu bauen, dass man im Kriegsfalle ungeschoren davon kommen kann. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Maginot-Linie errichtet. „On ne passe pas“, auf Deutsch: „Man lässt nichts durchkommen“, war ein tragischer Irrtum. Aus Rücksicht auf Luxembourg und Belgien endete die Maginot Linie an der Mosel. Nun, wie im Weltkrieg Nr. 1 fielen die deutschen Truppen über Belgien und Luxembourg nach Frankreich ein. Die Maginot-Linie wurde umgangen.




Wachturm an der Einzäunung des KL "Buchenwald",
Ettersberg b. Weimar

So scheint es also nur noch eine stabile Lösung dieser existentiellen Frage der deutschen Bunkerleidenschaft zu geben, und da könnte uns der verhinderte Filmmusikkomponist Richard Wagner weiterhelfen. Manche werden sich wundern, denn in der Tat war es der Umstand, dass es noch viele Jahre dauern würde, bis es eine Filmindustrie geben würde, die Wagners Kompositionen in ihren unsäglichen Kitschfilmen erfolgreich und lukrativ verwursten würde. Man kann gar nicht genug diesen tragischen Umstand beklagen. Wagner hätte sich dezent seine antijüdischen Schriften in den Allerwertesten schieben können, Bayreuth wäre von diesem Prominentenlaufsteg verschont worden, die Winifred Wagner wäre eine „Williams“ geblieben und Gouvernante bei einem dekadenten Landlord in Ketton gewesen. Wahrscheinlich wäre dann auch der 1. Weltkrieg ausgefallen, weil die Verbreitung der Todessehnsucht nur besseren Kreisen vorbehalten geblieben wäre. Gäbe es dann auch keine Bunker? Vielleicht wäre lediglich dem deutschen Volk die Burg Kareol erspart geblieben, denn die Todessehnsucht speist sich wohl eher aus einer anderen Quelle, die ein Karl Marx als „Opium für das Volk“ bezeichnete. Aus Sicht der Kommunikationswissenschaften benötigt das deutsche Volk dringend eine echte "Wärungs-Reform" zum Leben ohne Konjunktiv.

Ausgehend von der Offenbarung des „Johannes auf Patmos“, welche eigentlich Protokolle von „horror trips“ darstellt, weil der Wanderprediger etwas zu viel „Engelstrompeten - Tee“ zu sich nahm. Im vierten Jahrhundert, z.B. bei Athanasius (anno 367) wurde diese „Offenbarung“ in den Kanon der Bibel aufgenommen. Für die Kirche das ideale Unterdrückungsinstrument, da die Tröstungen der geschundenen „Schäfchen“ weit außerhalb der kirchlichen Gewährleistungszeit versprochen wurden. Das Trostpflaster war die Gleichheit im Tode, so dass ein demütiger frommer Wandel voller Schuldbewusstsein und Freude am zu erleidenden Unrecht durch die Reichen und Mächtigen ganz bestimmt belohnt werden würde, während die Reichen und Mächtigen in der Hölle gebraten oder zu Boullion verkocht würden – je nach Erhaltungszustand. Daraus wurde das Recht auf geistliche Herrschaft abgeleitet. Auch heute finden wir es besonders bei evangelischen Theologinnen und Theologen in Form einer dümmlichen Arroganz, mit der sie sich dafür rächen schon in der Schulzeit wegen ihrer Lebensfremdheit gehänselt worden zu sein. Deutsche Leidkultur besteht eben aus dem natürlichen, angeblich gottgegebenen Knechtsein und der herrschenden sich auf Kosten der Ärmeren vergnügenden Oberschicht. Da erklingt die mitreißende Parole von Kaiser Willi dem Allerletzten an seine Untertanen: „Ich kenne keine Parteien mehr – ich kenne nur noch Deutsche!“ Im Bunker sind alle gleich. Die Bundesregierung hat dieses Motiv anscheinend nicht mehr nötig. Denn der Zusammenschluss der bourgeoisen Parteien von AfD bis Grüne zur neoliberalen „Einheitsliste“ ist die Partei – die immer recht hat, während zur Belebung dieser bürgerlichen Langeweile diese wunderliche Partei „die Linke“ den Hofnarren abgibt. Es bietet sich an, deshalb die Folgerung zu ziehen, dass für den angestrebten Krieg der „Schutzraumbau“ keiner besonderen Förderung mehr bedarf, weil die gemeinsame Klammer bereits vorhanden ist und nicht erst betoniert werden muss. Doch Vorsicht – wie bekannt wurde vergnügen sich die Spitzen der Gesellschaft auf Epsteininseln und so ist es nur logisch, dass die bundesdeutsche Oberschicht ähnliche Refugien für das kommende Stahlbad gefunden hat. Der eigenverantwortlich handelnde Bürger packt also im Ernstfall seine Aktentasche mit den wichtigsten Dokumenten und hält sie sich bei Beschuss und Bombardement über den Kopf. Eine feine Geste des "kriegstüchtigen Bürgers" ist es, wenn er sich rechtzeitig darum kümmert von der Bundeswehr einen "Todeszettel" zu besorgen. Fertig ausgefüllt, muss der Finder nur noch die Ursache des sozial verträglichen und patriotischen Ablebens ankreuzen, gegebenenfalls die Strahlendosis oder Art des Giftgases eintragen. Diese bunten Zettel fristen auf den Dachböden, z.B., in der ehemaligen Lützow-Kaserne in  Schwanewede, wo auch der Verteidigungsminister Dienst schob, ein Schattendasein. Das muss nicht so bleiben im Sinne von Resilienz und Nachhaltigkeit.

Jetzt wird sich der unbefangene Bürger die unangemehme Frage stellen, weshalb eigentlich Kriege unbedingt geführt werden müssen, wie es der Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“ in einer Talkshow erklärte. Dazu lesen wir bei dem schon erwähnten Erich Kästner folgendes:









„Ganz rechts zu singen“

...Wir haben das Herz auf dem rechten Fleck

weil sie uns sonst nichts ließen.

Die Köpfe haben ja doch keinen Zweck.

Damit kann der Deutsche nicht schießen.


Kein schönrer Tod ist auf der Welt

als gleich millionenweise.

Die Industrie gibt uns neues Geld

und Waffen zum Selbstkostenpreise.


Wir brauchen kein Brot, und nur Eins ist not:

Die nationale Ehre!

Wir brauchen mal wieder den Heldentod

und schwere Maschinengewehre...





Gräberfeld bei Fort Douaumont (Verdun)

Wer profitiert also von Kriegen? Die Rüstungsindustrie und ihre Aktionäre, die der deutschen Oberschicht angehören, Politiker inbegriffen. So bekommt der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ ein völlig andere Bedeutung, „Dividendentüchtigkeit“ muss es in Wahrheit heißen. Daraus erklärt sich, warum der Bau von Bunkeranlagen eher den Profit schmälert.



Der DLF erinnerte kürzlich an General Dwight D. Eisenhower. In seiner Abschlussrede warnte der ehemalige Präsident der USA vor der Macht der Waffenlobby: „Die Möglichkeiten, dass diese Mächte ihren katastrophalen Einfluss ausdehnen sind gewaltig und werden es bleiben. Wir dürfen es niemals zulassen, dieser Druck unsere Freiheit und unsere demokratischen Entscheidungen gefährdet!“


Das Gegenteil ist der Fall, wie die Parteien der „Einheitsliste“ es täglich beweisen.

Die anheimelnden Bunkeranlagen des Westwalls, können nach kleineren Umbauten durchaus zur Abwehr der Invasion der russischen Schattenflotte dienen. So werden heutige angesagte Graffiti - Ausstellungsobjekte wieder zu ihrem eigentlichen Zweck benutzbar. Die Fotografie und der Film können ein neues Betätigungsfeld beackern: Die Archivierung deutscher Baukunst, Museen, Theater- und Konzertsäle. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz, die ja in Zukunft durch Marker in der Ernährung einen Alarm auf der obligatorischen Smartwatch auslösen, wenn die Speisen und Getränke der Bekämpfung der persönlichen Hämorrhoiden abträglich sind, kann "KI" als kriegstüchtige „Äpp“ eine virtuelle Welt um die Stadtbilder und Bauten erschaffen, die nicht nur Sterbenden noch eine letzte Erinnerung verschaffen, sondern auch den wenigen Überlebenden in dieser BRD an Feiertagen zeigt, wie schön es damals in diesem Land war, allerdings ohne die Freiheit, die ja erst in diesem neuen Krieg erkämpft wurde.


Eine Blickfreiheit über anmutige Hügel aus Gebäuderesten, Gerippe von verbogenen Stahlträgern, oder Soldatengräber auf denen die herrlichen Schlüsselblumen besonders gern wachsen mit musikalischem Gruß oder als Videobotschaft.


Christian Zehvier


Oberst a.D. der Kulturverteidigung der DDR,

Dozent an der „Werner Lamberz“-Hochschule

in Hackpfüffel (Kr. Mansfeld-Südharz)








Vergessen Sie nicht als Vorreiter der Eigeninitiative ständig eine mit Wasser gefüllte Badewanne als Vorrat für Katastrophen bereit zu halten. Angler können in Friedenszeiten ihren Karpfen wässern, ansonsten verfügen Sie in heißen Sommern über Trinkwasser, dass nicht abzukochen ist. Denn die Frühjahrsgülle sickert schon in die Trinkwasserleitungen und -behälter ein - mit ihnen spezifische Keime aus dem verflüssigten Mist, bekannt als "Gülle". Doch das ist ein zukünftiges Thema. (Anm. d. Redaktion) Der Schriftsteller & Fotojournalist Stephan Ebers hat zu dem Thema eine neue Fassung seines Gedichts von 1991 verfasst. So ist ein illustriertes Poem entstanden mit dem Titel: Atlantikwall


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